Nachbericht: „Afterwork Friday“ auf der Galopprennbahn Dresden-Seidnitz

Sechs Rennen, 2.371 Zuschauerinnen und Zuschauer und ein Wettertag mit zwei Gesichtern: Nach einem kurzen Platzregen gegen 15 Uhr zeigte sich der Freitagabend auf der Galopprennbahn Dresden-Seidnitz von seiner besten sommerlichen Seite. Der Dresdener Rennverein 1890 e. V. hatte zum „Afterwork Friday“ geladen, und die Gäste erlebten von 17 Uhr bis zum Abschlussrennen um 19.30 Uhr einen abwechslungsreichen Renntag mit klaren Favoritensiegen, einem emotionalen ersten Karrieresieg und einer waschechten Dresdner Überraschung im Höhepunkt des Tages.

Den Auftakt machte Back to the Future aus dem Training von Sarka Schütz, der sich unter Michaela Malacova als Favorit durchsetzte. Dahinter platzierten sich Bu Keqi und Hello Ella. Im gut besetzten Maidenrennen für den Derbyjahrgang setzte sich anschließend Gunter Richters Kaventsmann als klarer Favorit durch und fing die lange führende Amy van Lips erst auf der Zielgeraden ab. Dritte wurde Molly O’Mally.

Ein besonders emotionaler Moment folgte im Radeberger Kräuter Cup: Inci feierte bei ihrem 22. Start endlich ihren ersten Sieg – nach einem engen Rennen gegen Akua’daro. Amaro wurde Dritter. Im Freiberger Erzgold Hell-Cup bestätigte Zaroon seine Konstanz mit bereits dem sechsten Saisonsieg. Für Trainer Jan Korpas war es der 94. Erfolg der Saison, die Marke von 100 rückt näher. Im Preis der WETTSTAR.de Rennbahn App behielt Montecristo Gold im packenden Zielkampf knapp die Oberhand gegen Chapelhillhart. Rang drei ging an Amazing Anna.

Sportlich wertvollster Programmpunkt war das Abschlussrennen. Hier gewann Milking Duty als Außenseiterin ihren ersten Handicap-Start und zugleich ihren ersten Karrieresieg. Für den Dresdener Rennverein besonders erfreulich: Gleich zwei Plätze auf dem Podium gingen an heimische Ställe. Stefan Richters Flamingo Hollow lief auf Rang zwei und sorgte damit für ein dickes Wettergebnis am Toto. Rang drei sicherte sich mit Invincible Royale ein weiterer Außenseiter.

Wett-Umsätze

Der Renntag bewegte auch am Totalisator ordentlich Geld: Im Toto Bahnwette wurden gesamt 48.931,70 € umgesetzt, hinzu kamen 93.040,50 € aus Außen- und Auslandswetten.

Der Dresdener Rennverein 1890 e. V.

Ausrichter des Renntages war wie gewohnt der Dresdener Rennverein 1890 e. V., der die traditionsreiche Galopprennbahn Dresden-Seidnitz betreibt und den Galoppsport in der sächsischen Landeshauptstadt seit über 130 Jahren trägt. Mit Trainern wie Stefan Richter, der mit Flamingo Hollow erneut ein Pferd aus heimischer Zucht und heimischem Training platzieren konnte, bleibt der Verein fest im lokalen Renngeschehen verankert.

Der nächste Renntag in Dresden findet bereits am 26. September 2026 statt, dann steht der „Preis der Landeshauptstadt“ auf dem Programm – Titelverteidiger und Dresdner Bahnspezialist What A Dude dürfte dort wieder ein Wörtchen mitreden.

Nach oben